Haarausfall durch Magnesiummangel

Magnesium gegen Haarausfall

Haarausfall hat zahlreiche Ursachen. So zeigen sich genetische Dispositionen, Stress aber auch eine Fehlernährung oft im lichter werdenden Haar. Betroffene können dabei dem Ausfall über Magnesium entgegenwirken. Denn auch Magnesiummangel und Haarausfall stehen im engen Zusammenhang.

Dabei wirkt Magnesium einigen Ursachen entgegen, die einen Verlust an Haarsubstanz begünstigen.

 

Haarausfall durch Magnesiummangel

Haarausfall durch Magnesiummangel Copyright: © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

Magnesiummangel und Haarausfall – Warum das eine das andere begünstigt

Magnesium als essentielles Mineral hat einige Eigenschaften, die sich auf etwas mehr als 300 Stoffwechselprozesse auswirken. Darunter auch das Haar.
Die wichtigsten die Haarpracht betreffenden Eigenschaften sind:

1) Durchblutungsförderung

Herrscht Magnesiummangel ist Haarausfall dadurch begünstig, weil die Kopfhaut nicht gut genug durchblutet wird. Die Wurzeln verlieren damit ihren natürlichen Halt, das Haar fällt aus.

2) Stressreduktion

Das Stress zum „Haare raufen“ ist, kennen die meisten nur zu gut. Das permanenter Stress den Verlust von Haar begünstigt ist lange erwiesen. Daher kann eine vermehrte Aufnahme von Magnesium diesem Phänomen entgegenwirken.

3) Entzündungshemmung

Besteht eine Empfindlichkeit der Kopfhaut, kommt es oft an den Haarfollikeln zu Entzündungen. Diese führen zu Haarausfall oder einer Schwächung der Wurzeln. Dadurch wird nicht mehr genügend Nährstoff aufgenommen und das Haar bricht leichter ab.
Durch die Hemmung solcher Entzündungsprozesse kann das Haar gestärkt werden.

Magnesiummangel und Haarausfall – Welche Menge hilft um beides zu vermeiden?

Um einen Mangel auszugleichen und Haarausfall entgegenzuwirken kann man sich an die Richtwerte der täglichen Magnesiumaufnahme halten. Dabei werden für Frauen etwa 300mg pro Tag und für Männer 350mg pro Tag angesetzt.
Besteht ein Mangel – ob durch einen Selbsttest ermittelt oder direkt vom Arzt abgeklärt, sollte in den ersten sechs Wochen eine Erhöhung des Tagesbedarfs angestrebt werden.
Dabei sollte man aber nicht mit sofortigen Wundern rechnen. So schleichend der Prozess des Mangels einsetzt, genauso lange braucht es auch, um einen gesunden Zustand wiederherzustellen. Mit etwas Geduld jedoch ist eine deutliche Besserung nach einigen Wochen feststellbar. Dabei ist es irrelevant ob der Magnesiumbedarf über Lebensmittel oder Supplemente abgedeckt wurde.

Mit dem richtigen Speiseplan gegen Magnesiummangel und Haarausfall

Den Bedarf an Magnesium zu decken ist nicht schwer. Dazu muss man nur die richtigen Lebensmittel in die tägliche Ernährung integrieren. Besonders reich an dem Mineral sind alle Nahrungsmittel, aus denen ursprünglich etwas wächst. Somit sind Nüsse, Samen, Keime und Sprossen ideale Lieferanten und schmecken zudem den meisten Menschen. Besteht keine Allergie ist somit eine Erhöhung der täglichen Zufuhr problemlos möglich.
Um die Integration zu erleichtern hier ein kleiner Überblick, welche Lebensmittel welche Magnesiummenge liefern. Dabei sind die Angaben je 100g.

  • Sonnenblumenkerne – 420mg
  • Leinsamen – 350mg
  • Weizenkeime – 250mg
  • Haferflocken – 190mg
  • Vollkornnudeln aus Hartweizen ohne Ei – 130mg
  • Marzipan – 120mg

Somit kann bereits zum Frühstück Magnesiummangel und Haarausfall entgegengewirkt werden. Ein gut gemischtes, kerniges Müsli liefert nicht nur Energie für den Tagesstart sondern auch ein deutliches Plus des wichtigen Minerals. Nüsse und Samen eignen sich zudem auch als idealer Snack für Zwischendurch oder einen stressigen Bürotag – hier tut es nicht nur dem Haar gut sondern hilft dabei, Stress zu reduzieren.

Wenn Essen nicht reicht

Reicht die Zufuhr an Magnesium über die tägliche Ernährung nicht aus, um den Magnesiummangel und Haarausfall entgegenzuwirken, kann es zusätzlich nötig werden, über geeignete Präparate zu supplementieren. Hierbei bietet sowohl die Apotheke als auch eine gut sortierte Drogerie eine ideale Anlaufstelle.
Dabei muss die zusätzliche Einnahme von Pulver oder Brausetabletten nicht permanent erfolgen. Ist nach wenigen Wochen ein normaler Wert wieder hergestellt kann wieder über das Essen Sorge getragen werden, diesen zu halten.

Magnesiummangel, Haarausfall und Kalzium

Beim Zusammenspiel von Mineralmangel und der Problematik Haarausfall ist es oftmals nötig, neben Magnesium auch Kalzium zu supplementieren. Auch dieses wirkt haarwurzelstärkend. Meist gehen diese beiden Nährstoffe in der Ernährung Hand in Hand. Auch hier kann beispielsweise ein Müsli mit Milch am Morgen für einen haargesunden Start in den Tag sorgen.

Weitere Minerale für gesundes, starkes Haar

Neben Magnesium und Kalzium helfen Selen und Jod dem Haar auf die Sprünge und bewirken ein gesundes Wachstum. Daher enthalten viele Dragees, die sich auf das Thema spezialisieren all diese Minerale und Spurenelemente. Damit wird nicht nur Magnesiummangel und Haarausfall entgegengewirkt sondern zugleich eine Basis geschaffen, die das Wachstum des Haares anregt. Ebenfalls mit gesundem Haar in Zusammenhang stehend ist Zink.

Das andere Extrem – Haarverlust durch zu viel Magnesium

Auch wenn es eher selten auftritt, bewirkt die Überdosierung des Minerals ebenfalls einen Verlust der Haarpracht. Daher sollte man es bei bestehendem Magnesiummangel und Haarausfall mit der Zufuhr des Spurenelements nicht übertreiben. Eine leichte Erhöhung in der Anfangsphase ist unproblematisch und sogar erforderlich. Dies sollte jedoch nicht zum Dauerzustand werden. Sind die Normwerte erreicht sollte auf die Richtwerte zurückgegriffen werden. Wird dies nicht befolgt erkennt man schnell das Zuviel: Die positive Wirkung lässt nach, der Haarausfall kehrt zurück oder verschlimmert sich sogar nicht. Sollte dies der Fall sein, ist es ratsam die Magnesiumwerte im Blut noch einmal vom Arzt prüfen zu lassen.

Magnesiummangel direkt an der Wurzel packen – Magnesiumöl

Neben der Zufuhr von Magnesium über die Ernährung oder Präparate, kann auch eine Aufnahme direkt über die Kopfhaut erfolgen. Dazu können sogenannte Magnesiumöle hergestellt werden, die direkt an der Haut wirken und somit die positiven Effekte an die Haarwurzeln weitergeben. Inwiefern diese pflanzlichen Öle tatsächlich eine Wirkung erzielen, kann nicht zweifelsfrei beantwortet werden. Jedoch ist Pflege immer ein wichtiger Punkt und kann damit natürlich und chemiefrei umgesetzt werden.
Positiv an einer solchen „Kur“ von Außen: Es kann sogut wie gar nicht zu einer Überdosierung kommen. Das Haar selbst wird von den Aminosäuren profitieren und in seiner Struktur schöner und glänzender werden. Das Magnesium im Öl wirkt gezielt eventuell bestehenden Entzündungen an den Follikeln entgegen – was tatsächlich zur Minderung des Haarverlustes führen kann.


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