Hilft Magnesium bei Karies?

Magnesium bei Karies

Magnesium ist in Form von Nahrungsergänzungsmitteln trägt bekanntlich zur Linderung bei Beschwerden wie Muskelkrämpfen bei.

Tatsächlich ist Magnesium ein Mikronährstoff mit vielen Talenten: Auch bei Karies soll Magnesium helfen. Doch gibt es tatsächlich Erfolge im Zusammenhang von Magnesium bei Karies?

 

Magnesium bei Karies

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Magnesium bei Karies – Faktenblock:

  • Menschen, die regelmäßig Magnesiumpräparate einnehmen, weisen eine deutlich höhere Zahngesundheit auf
  • Ist eine Zahnpasta nicht nur mit Fluorid sondern auch mit Magnesium angereichert, ist ihre Schutzwirkung deutlich erhöht
  • Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Ernährung und Zahngesundheit.
  • Kariesanfälligkeit ist unter anderem auf Vitamin- und/oder Mineralstoffmangel zurückzuführen
  • Knochen und Zähne sind die wichtigsten Speicherorte für Magnesium im menschlichen Kröper

Magnesium und Zahngesundheit

Eine wissenschaftliche Studie aus dem Greifswald hat ergeben, dass Menschen, die regelmäßig Magnesium in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen, über eine deutlich bessere Zahngesundheit verfügen als Menschen, die kein Magnesium zu sich nehmen.
An der Studie haben rund 4300 Menschen teilgenommen. Die Studienteilnehmer, die regelmäßig Magnesiumpräparate zu sich genommen haben, hatten deutlich gesündere Zähne. Dies zeigte sich unter anderem in folgenden Punkten:

  • Menschen, die täglich Magnesium einnahmen hatten deutlich weniger Knochenabbau an den Zähnen
  • Probanden mit Magnesiumeinnahme hatten weniger tiefe Zahnfleischtaschen
  • Offensichtlich trägt Magnesium zum Erhalt der eigenen Zähne bei, denn: Menschen mit regelmäßiger Einnhame hatten im Schnitt 3 eigene Zähne mehr im Mund.

Der Magnesiumspiegel im Blutserum war im Durchschnitt bei allen Menschen identisch, also auch bei den Probanden, die täglich Magnesium eingenommen haben. Wider der Erwartungen waren aber die Unterschiede in der Zahngesundheit empirisch belegbar. Es wird vermutet, dass das zusätzliche Magnesium so sehr benötigt wurde, und daher sofort vom Organismus verarbeitet worden ist. Eine höhere Blutkonzentration war durch den erhöhten Bedarf daher nachweisbar. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass genau genommen noch zu wenig Magnesium zugeführt wurde.

Wie viel Magnesium ist notwendig?

Der Referenzbereich für einen erwachsenen Menschen liegt bei 0,75 bis 1,05 mmol/L. Teilnehmer der Studie lagen mit ihren Werten alle im unteren Refenrenzbereich oder wiesen bereits einen Mangel auf. Gerade junge Frauen zwischen 30 und 40 waren von Magnesiummangel betroffen. Zahnärzte fragen nun, wie viele Zähne erhalten werden können, wenn der Magnesiumwert konstant im oberen Refenzbereich liegt. Hierzu gibt es jedoch keine Studien.
Eine Tagesdosis Magnesium kann sich nahezu jeder leisten. Die Kosten für 1000mg liegen bei ungefähr 0,30 Cent.
Magnesium ist außerdem wichtig, um andere Stoffe wie Phosphor und Kalzium richtig zu verwenden.

Magnesium bei Karies

Zahnpasta mit Fluorid ist bekanntlich hochwirksam gegen Karies. Das in der Zahnpasta enthaltene Fluorid sorgt dafür, dass der Zahnschmelz unanfälliger für Säuren ist und schneller herausgelöste Mineralien erneut einlagert. Eine Studie der Universität Groningen hat nun ergeben, dass eine Beigabe von Magnesium in der Zahnpasta die Wirksamkeit von Fluorid signifikant erhöht.
Das zusätzliche Magnesium in der Zahnpasta sorgt dafür, dass sich Fluorid auch im inneren des Zahns anreichern kann und hier die Schutzwirkung gegen Karies verstärkt.
Hinzu kommt, dass ein Großteil der Magnesiumreserven im menschlichen Körper in den Zähnen und Knochen gespeichert werden. Nur rund 30 Prozent finden sich in anderem Gewebe wie Muskelgewebe wieder. Ist der Magnesiumspeicher leer, merkt das natürlich auch der Zahn als Speichermedium und wird anfälliger für Karies. Eine gute und hohe Magnesiumversorgung ist also maßgeblich für den Erhalt gesunder Zähne verantwortlich.

Karies und Ernährung

Weiterhin ist mittlerweile bekannt, es einen unmittelbaren Zusammenhang gibt zwischen Kariesbefall und Ernährungsgewohnheiten. Wissenschaftlicher haben beobachtet, das Naturvölker deutlich weniger unter Karies leiden, als Menschen in Industrienationen. Hinzu kommt der Sachstand, dass bereits Schulkinder unter Vitamin- und Mineralstoffmangel leiden, da immer mehr hoch verarbeitete Lebensmittel zum Einsatz kommen. Die Produktpalette im Supermarkt in Bezug auf Fertigprodukte, Weißmehl und die hohe Dosis an Zucker in vielen Lebensmitteln nimmt zu.
Zeitgleich nimmt das Wissen über eine ausgewogene, gesunde und ursprüngliche Ernährung ab.
Unter dem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen leiden nicht nur die Zähne. Gerade Magnesiummangel ist für eine Vielzahl unspezifischer Symptome verantwortlich, welche schwere Krankheitsverläufe nach sich ziehen können. Beachtet man den Sachstand, dass viele Menschen im unteren Referenzbereich der Serumkonzentration von Magnesium liegen, stellt sich die Frage, welche Symptome weg wären, wäre eine konstante hohe Versorgung mit Magnesium gegeben.
Naturvölker, die sich ursprünglich ernähren nehmen mit ihrer Nahrung ausreichend Vitamine und Nährstoffe zu sich: Gesunde Zähne sprechen für sich.
Die zusätzlich Einnahme von Magnesium trägt demnach nicht nur zur Zahngesundheit bei, sondern kann auch bei einer Vielzahl anderer Symptome Linderung verschaffen.
Gesunde Zähne benötigen folgende Vitamine und Mineralstoffe:

  • Magnesium
  • Kalzium
  • Phosphor
  • Vitamin D, Vitamin K und Vitamin A
  • Bor
  • Kupfer
  • Mangan

Diese wichtigen Mikronährstoffe finden sich vor allem in grünem Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Sesam und Mohn, Fisch, Pilzen, Nüsse und Beeren sowie in hellen Obst wie Orangen und Grapefruit.
Diese Lebensmittel sind (zum Großteil) auch reich an Magnesium. Ein täglicher Verzehr wird empfohlen.


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