Magnesium bei Durchfall

Magnesium bei Durchfall

Magnesium ist eines der wichtigsten Mineralstoffe für unseren Organismus. Es ist an unzähligen Stoffwechselprozessen beteiligt und für den Körper unentbehrlich. Umso wichtiger – Magnesium in ausreichender Menge zuzuführen. Ein Mangelzustand kann diverse Ursachen haben und zum einen in einer einseitigen Ernährung oder zum anderen direkt im Darm oder in der Niere liegen. Wird hier zu viel Magnesium absorbiert und ausgeschieden, ist ein Defizit die Folge.

Im folgenden Beitrag wollen wir der Frage nachgehen, ob Magnesium bei Durchfall helfen kann.

 

Magnesium bei Durchfall

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Magnesium bei Durchfall – Das Wichtigste auf einen Blick:

Magnesium bei Durchfall eine der häufigsten Nebenwirkungen
Überdosierung gerade bei Nierenbeschwerden und Unterfunktionen gefährlich
Einnahme von Magnesiumpräparaten sicherheitshalber mit dem Arzt besprechen
weitere Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen, Abgeschlagenheit, Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen
Kalzium ist der natürliche Gegenspieler von Magnesium

Magnesium bei Durchfall: Wie viele Menschen leiden unter einem Mangel?

Eine repräsentative Studie zur Ernährung in Deutschland hat herausgefunden, dass fast 40 % aller Deutschen nicht genügend Magnesium zu sich nehmen. Bis zu 20 % leiden sogar dauerhaft unter einem Magnesiummangel. Dieser macht sich in

bemerkbar.

Es gibt Magnesium als Tabletten und Medikamente, die aber von Personen mit Nieren Unterfunktionen oder Herzbeschwerden nicht genommen werden dürfen. Normalerweise sind Magnesiumtabletten eine schnelle Möglichkeit, um einen Mangelzustand zu korrigieren.

Hilft Magnesium bei Durchfall?

Möchten wir also die Frage beantworten, ob Magnesium bei Durchfall hilft, können wir dies verneinen. Ganz im Gegenteil, es kann unter anderem sogar zu Durchfall führen. Dies ist nämlich eine der bekanntesten Nebenwirkungen der Magnesiumstabletten. Medizinisch wird der Durchfall als Dhiarroe bezeichnet. Reagieren Sie mit Durchfall auf die Einnahme von Magnesium kann eine Überdosierung eine Ursache sein. Andere Menschen reagieren äußerst empfindlich auf die zusätzliche Beigabe von Magnesium und neigen von Natur aus schneller zu Durchfall.

Was tun gegen Magnesium bei Durchfall?

Zunächst einmal sollten Sie probieren, die tägliche Magnesiumdosis etwas herabzusetzen. Hierbei sollten Sie selbst herausfinden, wie viel Ihr Körper verträgt. Bei einigen kann die übliche Tagesdosis schon zu viel sein. Senken Sie die Magnesiummenge so lange, bis sich wieder eine normale Konsistenz eingestellt hat und der Durchfall nicht mehr auftritt.

Eine weitere Lösung, um Magnesium bei Durchfall zu vermeiden, bildet der veränderte Einnahmezeitpunkt. So ist es empfehlenswert, Magnesiumpräparate erst am Abend einzunehmen. Darüber hinaus ist es ratsam, die Tagesdosis nicht auf einmal einzunehmen, sondern auf mehrere Portionen aufzuteilen. Dafür gibt es zum Beispiel ein bestimmtes Granulat, das sich viel einfacher portionieren lässt als eine Tablette. In vielen Fällen schafft es dann der Körper, das Magnesium aus dem Darm vollständig aufzunehmen, ohne dabei zu Verdauungsproblemen zu führen.

In vielen Fällen liefern die Hersteller der Magnesiumpräparate eine konkrete Einnahmeempfehlung. Diese sollten Sie vor der Einnahme auf jeden Fall lesen und sich daran orientieren. Dennoch reagieren viele Verbraucher sehr sensibel auf zusätzliches Magnesium im Körper, so dass die individuell passende Menge Schritt für Schritt einzustellen ist. Zudem können

  • Stress,
  • besondere Belastungen,
  • sehr anstrengender Sport und Krankheiten

den tatsächlichen Bedarf nochmals nachhaltig verändern.

Wie viel Magnesium für einen Erwachsenen?

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung – kurz DGE – liegt das Optimum für einen Erwachsenen bei 300-400 mg Magnesium. Ist es Ihnen nicht möglich, diese Menge über die Ernährung aufzunehmen, kommen spezifische Präparate mit ins Spiel. Dabei bilden die Nieren einen entscheidenden Risikofaktor.

Eigentlich kann es nicht infolge von Magnesiumaufnahme über Tabletten zu einem Überschuss kommen. Der Magnesiumüberschuss wird in der Fachsprache als Hypermagnesiämie bezeichnet. Bieten wir unserem Körper also zu viel Magnesium an, scheidet er es einfach über den Stuhl mit aus. Darüber hinaus erfolgt eine intensivere Ausscheidung über die Nieren.

Neben Durchfall kann es auch zu weiteren Nebenwirkungen und Anzeichen einer Überdosierung von Magnesium kommen:

Kalzium ist ein wirkungsvoller Gegner von Magnesium. Ist es also infolge von intravenöser Verabreichung von Magnesium zu einer Überdosis gekommen, spritzt man im Gegenzug Kalzium. Außerdem wirkt das Furosemid als Entwässerungsmittel einer zunehmenden Flüssigkeitsausscheidung entgegen.

TIPP: Einen leichten und temporären Mangel von Magnesium können Sie auch über die Ernährung ausschalten, indem Sie auf Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Sonnenblumenkerne, Joghurt und Käse ebenso wie auf Milch und Sesamsamen zurückgreifen. Auch Nüsse gelten als gute Magnesiumlieferanten.

FAZIT – Magnesium bei Durchfall: was beachten?

Durchfall gehört also zu den normalen Begleiterscheinungen bei der Einnahme von Magnesium. Eine erhöhte Gefahr tritt immer dann ein, wenn die Nieren nicht ordentlich arbeiten. Dann kann eine Überdosierung zu einer gefährlich hohen Dosis von Magnesium im Blut führen. Wer sich also mit dem Gedanken trägt, überhaupt Magnesium einzunehmen, sollte die eigenen Nierentätigkeiten überprüfen lassen. Bestenfalls besprechen Sie die Einnahme der Magnesiumspräparate mit dem behandelnden Arzt, um keinerlei unnötige Risiken einzugehen.


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