Magnesium bei Nierenschmerzen

Ist Magnesium schädlich für die Nieren – Vorsicht bei Nierenerkrankungen

Die Nieren haben eine wichtige Funktion in Verbindung mit Magnesium. Schließlich scheidet jeder Mensch tagtäglich 100 mg Magnesium aus. Kommt es in diesem Zusammenhang zu einer erhöhten Aufnahme, passiert auch mehr Magnesium die Nieren.

Im Gegenzug holt sich der Körper bei einem Defizit die Nährstoffe zurück über die Nierenkanälchen. Damit möchte er verhindern, dass zu viel über den Urin verloren geht.

 

Magnesium bei Nierenschmerzen

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Magnesium bei Nierenschmerzen – Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Vorsicht bei der Einnahme von Magnesium bei Nierenschmerzen
  • Nierenpatienten riskieren schlimme Symptome bei einer Überdosierung
  • Absprache mit behandelndem Arzt: Nierenwerte bestimmen
  • Durchfall als Symptom leichter Magnesium Überdosierung
  • Magnesiumsspiegel im Blut: 1,5-2,5 mg/Liter

 

 

 

Wie entsteht ein Mangel von Magnesium bei Nierenschmerzen?

Einer der Hauptursachen der Verluste von Magnesium im Bereich der Nieren ist eine zu geringe Aufnahme. Ein weiterer Grund kann eine fehlerhafte Resorption in Verbindung mit dem Darm sein. Das ist wohl ein Grund, warum einige Patienten mit Nierenkrankheiten auch unter einem Magnesiummangel leiden.

Darüber hinaus scheiden Menschen mit Diabetes, einem zu hohen Alkoholkonsum, zu viel Stress, aber Schwangere im direkten Vergleich mehr Magnesium über die Nieren aus. In einigen Fällen sprechen die Fachärzte von einem angeborenen Defekt zu hoher Magnesiumverluste. Studien gehen davon aus, dass bis zu einem Prozent der Bevölkerung unter diesen Verlusten leidet.

 

Funktionskreislauf Körper: Defizit oder Überschuss ausgleichen

Grundsätzlich regulieren die Nieren die Konzentration von Magnesium im Serum. Befindet sich also nicht genug Magnesium im Blut, setzt der Körper einer Rückresorption im Primärharn in Gang. Dadurch möchte er sich das verlorengegangene Magnesium wieder zurückholen. Ist das Gegenteil der Fall und herrscht im Körper ein Überangebot dieses Mineralstoffes, setzt der Körper den überschüssigen Anteil wiederum nach unten. So kann mehr Magnesium ausgeschieden werden. Pro Deziliter Blut sollte bei einem Menschen ein Magnesiumspiegel von 1,5-2,5 mg vorherrschen.

Orientieren Sie sich an den entscheidenden Werten im Hinblick auf den Magnesiumspiegel, um keine dauerhafte oder zu drastische Überdosierung zu riskieren. Zudem können einige Antibiotika in Verbindung mit Magnesium direkt im Darm zu einer Behinderung der wechselseitigen Aufnahme von Blut führen.

 

Erhöhte Risiken für Nierenpatienten durch Magnesiumsüberschuss

Die meisten Risiken verursacht eine Niere, die nicht mehr richtig funktioniert. Dann steigt im gleichen Zuge die Gefahr von Hypermagnesiämien. In der Medizin ist bei einem Missbrauch von Abführmitteln von schweren Überdosierungen zu lesen. Diese Medikamente sind zum Teil magnesiumhaltig und können den Spiegel drastisch nach oben setzen und zum Beispiel Vergiftungssymptome herbeiführen. Eine vergleichbare Gefahr droht auch allen Müttern im Falle einer Frühgeburt.

Eine leichte Überdosierung von Magnesium bei Nierenschmerzen ist jedoch mit ebenso leichten Symptomen verbunden. Dazu gehört zum Beispiel Unwohlsein. Bei vielen Patienten ist ein erhöhter Spiegel bis zu einem gewissen Grad vollkommen unbedenklich. Zu den harmloseren Symptomen gehören zum Beispiel Durchfall bei der Aufnahme von zu viel Magnesium. In diesem Fall sollten Sie einfach die Dosis verringern, bis sich die Beschwerden eingestellt haben.

 

Hier eine Auflistung der ernst zu nehmenden Begleiterscheinungen:

  • Atemdepressionen
  • Gefühlsstörungen
  • Übelkeit
  • Kribbeln im Gesicht
  • Müdigkeit
  • Taubheit
  • Störung der Sehnenreflexe

Besondere Vorsicht gilt bei denjenigen, die unter einer chronischen Nierenschwäche leiden. Eine Überdosierung von Magnesium bei Nierenschmerzen ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie kann in schwerwiegenden Fällen bis hin zu Nierenversagen führen.

ACHTUNG: Eine unbehandelte Überdosierung von Magnesium kann ab einem Spiegel von 12 mg pro dl das Risiko von Herzversagen und Atemlähmungen entscheidend erhöhen. Es handelt sich um einen lebensbedrohlichen Zustand, der sofort notärztlich zu behandeln ist.

 

Kalzium und Magnesium bei Nierenschmerzen

Wer darauf angewiesen ist, über längere Zeit Wassertabletten einzunehmen, riskiert ebenfalls Probleme in Verbindung mit Magnesium bei Nierenschmerzen. Ein weiterer problembehafteter Punkt sind die Nierensteine, die sich zum großen Teil aus Kalziumoxalatsteinen zusammensetzen. Sie entstehen aus einem einsetzenden Magnesiummangel und einem Überschuss von Calcium.

Wie bereits aus den vorangegangenen Beiträgen hervorgegangen ist, gilt Magnesium als Antagonist zu Calcium. Infolgedessen bindet sich Oxalat bei einem hohen Magnesiumspiegel im Körper immer an das Magnesium und nicht an Calcium. Wer vorbeugend zusätzliches Magnesium aufnimmt, kann also das Risiko von Nierensteinen nach unten setzen.

Besondere Vorsicht gilt für alle Patienten mit Nierenfunktionsstörungen. Das bedeutet: Leiden Sie unter einer Funktionsstörung und können Sie nicht genügend Magnesium ausscheiden, droht im gleichen Zug ein Mineralstoffüberschuss.

 

FAZIT: Wann macht die Einnahme von Magnesium bei Nierenschmerzen Sinn?

Sie sollten Magnesium immer nur in Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt einnehmen. Gerade wenn sie unter Nierenschmerzen leiden oder ein Nierenpatient sind, können Sie mit der Einnahme von Magnesium genau das Gegenteil erreichen. Von daher wird der Arzt zuerst die Nierenwerte bestimmen und in diesem Zusammenhang auch den Magnesiumgehalt. Danach können Sie gemeinsam entscheiden, ob es wirklich sinnvoll ist, Magnesium bei Nierenschmerzen einzunehmen.


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