Magnesium gegen Bluthochdruck

Wie kann Magnesium gegen hohen Blutdruck helfen?

Therapiemöglichkeiten der arteriellen Hypertonie – Welche Rolle kann Magnesium gegen Bluthochdruck spielen?

Bei der sekundären Hypertonie steht als erstes die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Bei der primären Form sollte anfangs die Reduzierung der Risikofaktoren (Übergewicht, Bewegungsmangel etc.) im Fokus stehen.

Darüber hinaus gibt es verschiedene medikamentöse Ansätze, welche sehr vielfältig hinsichtlich Wirkung, Schemata und Kombinationsmöglichkeiten ausfallen.

Magnesium gegen Bluthochdruck

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Je nach Ausprägung des Bluthochdruckes gibt es beispielsweise Einzelpräparate, die schrittweise ergänzt werden können, wenn das erwünschte Resultat ausbleibt. Entscheidend bei der Therapie ist die Einbeziehung des Erkrankten und dessen Motivation. Nur bei gleichzeitiger Kooperation und dem Willen, an den eigenen Gewohnheiten etwas zu ändern, kann ein langfristiger Erfolg erzielt werden. Dieses gilt insbesondere für die Umstellung der Ernährungsweise. In diesem Zusammenhang kann die zusätzliche Einnahme von Magnesium bei Bluthochdruck eine sinnvolle Ergänzung der Therapie sein.

 

So hilft Magnesium gegen Bluthochdruck

Magnesium kommt in zahlreichen Mineralien vor. Es ist an der Bildung von hunderten lebenswichtiger Enzyme beteiligt, welche eine vielfältige Wirkung im Organismus haben. Magnesium besitzt eine lebenswichtige Funktion im Zellstoffwechsel sowie im Erregungsleitungssystem der Nervenzellen. In der Regel wird Magnesium im ausreichenden Maß über die Ernährung aufgenommen.

Bei einseitiger Kost, bestehenden Erkrankungen und besonderen Stresslagen ist der Magnesiumbedarf des Körpers erhöht. Im Gegensatz dazu wird ein Magnesiummangel nicht oder nicht rechtzeitig bemerkt bzw. diagnostiziert. Manche Medikamente, wie z.B. zur Ausschwemmung (Diuretika), entziehen dem Körper sogar noch Mineralien. Hier ist dann eine Substitution angezeigt.

Ein Überblick zum Bluthochdruck und den Behandlungsmöglichkeiten:

  • Der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) gehört zu den großen Volkskrankheiten
  • Entsprechend vielfältig sind die diagnostischen und therapeutischen Verfahren, um diesen zu behandeln
  • Viele, insbesondere ausgeprägte, Symptome treten erst schleichend nach Jahren auf
  • Im Fokus der Behandlung steht die Reduzierung von primären auslösenden Faktoren (z.B. Übergewicht)
  • Die Gabe von Magnesium bei Bluthochdruck kann eine sinnvolle Unterstützung der Therapie darstellen

Der Bluthochdruck – eine Definition

Die arterielle Hypertonie stellt eine chronische Hochdrucksituation im arteriellen Gefäßsystem dar. Damit sind nicht die physiologischen Druckerhöhungen, beispielsweise bei körperlicher Krankheit oder Schwangerschaft, eingeschlossen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt vor, dass bei einem Wert von 140/90 mmHG oder darüber ein arterieller Bluthochdruck vorliegt.

Kürzlich setzten zwei Kardiologievereinigungen aus den USA einen neuen Richtwert fest, der eine Hypertonie bereits ab einem Wert von 130/80 mmHG beschreibt. Dieses zog entsprechende Diskussionen nach sich. Festgestellt wird ein Bluthochdruck durch regelmäßige Messungen, auch in Form einer Langzeitmessung.

Die Ursachen des Bluthochdrucks aufgrund Magnesiummangel

Unterteilt wird die arterielle Hypertonie in eine primäre und eine sekundäre Form. Bei der primären Hypertonie (ca. 90 Prozent aller Betroffenen) kann eine direkte körperliche Ursache nicht bestimmt werden. Sie entsteht durch Zusammenwirken mehrerer (Risiko-) Faktoren, wie

z.B.:

  • Übergewicht
  • erhöhter Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Bewegungsmangel
  • zunehmendes Alter
  • vermehrte Kochsalzaufnahme

Hierzu ist die sekundäre arterielle Hypertonie abzugrenzen, die bei ca. 10 Prozent aller Diagnosen festgestellt wird. Hier liegt die Ursache des Bluthochdruckes eindeutig in anderen Krankheiten.

Darunter können fallen:

  • Schlafapnoe-Syndrom
  • diverse Nierenerkrankungen
  • Stenosen und Sklerosen der Aorta (Hauptschlagader)

Wie macht sich ein Bluthochdruck bemerkbar?

In vielen Fällen merken die Betroffenen erst einmal nichts von ihrer Erkrankung, was sie umso gefährlicher macht.

Ab und zu können Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrgeräusche und Luftnot auftreten, die jedoch nicht immer sofort einer arteriellen Hypertonie zugeordnet werden. Schwerwiegende Symptome kommen dann zum Vorschein, wenn die Krankheit bereits länger besteht, teilweise erst nach Jahren.

Hier sind in erster Linie zu nennen:

  • Herzvergrößerung (Hypertrophie) durch die veränderte Drucksituation
  • Arteriosklerose mit Folgekomplikationen wie z.B. einem Schlaganfall
  • Koronare Herzkrankheit
  • Erektionsstörungen bei Männern

Nicht nur deswegen kann Magnesium gegen Bluthochdruck eingesetzt eine wirkungsvolle Unterstützung bieten. In mehreren Studien wurde belegt, dass Magnesium bei Bluthochdruck sogar nachweisbar die Blutdruckwerte senken kann. Auch auf die erwähnten Folgeerkrankungen, wie beispielsweise der Arterosklerose oder Störungen im Fettstoffwechsel, kann eine ausreichende Magnesiumaufnahme einen positiven Effekt haben.
(https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8621198)

Wichtig ist für Betroffene, dass sie Magnesium bei Bluthochdruck nicht willkürlich und unkontrolliert einnehmen. Am Anfang sollte immer das Gespräch mit dem behandelnden Arzt stehen, der zu dieser Thematik Stellung nehmen und evtl. notwendige Untersuchungen (z.B. Labortests) durchführen sollte. Auch die tägliche Dosis sollte seitens des Mediziners festgelegt werden, denn eine Überdosierung mit Magnesium kann in seltenen Fällen zu Herzrhythmusstörungen und Muskelschwäche führen.

Magnesium gegen Bluthochdruck kann in verschiedenen Darreichungsformen eingenommen werden, z.B. als Granulat, Kapseln oder Pulver.

Quellen:
Druckpunkt – Magazin für Prävention und Behandlung des Bluthochdrucks – Ausgabe 3/2008
Herold et al – Innere Medizin 2013, G. Herold-Verlag
Ascherio/Hennekens/Willett et al – Prospective Study of Nutritional Factors, Blood Pressure, and Hypertension Among US Women – Erstveröffentlichung 05/1996
Lohr/Keppler – Innere Medizin Kompendium, 4. Auflage 2005, Elsevier-Verlag
Deutsche Gesellschaft f. Kardiologie/Deutsche Hochdruckliga u.a. – Leitlinien für das Management der arteriellen Hypertonie


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