Magnesium gegen Muskelkater

Muskelkater aufgrund eines Magnesiummangel -Magnesium gegen Muskelkater

Muskelkater kennt wohl jeder. Ein Tag volles Training, eine ungewöhnliche, neue Belastung im Job. Den Garten frühjahrsfit gemacht – ob im Haushalt oder beim Sport, am nächsten Tag kommt der Schmerz. Die Bauchmuskeln Schmerzen beim Lachen. Das Setzen fällt schwer, weil es im Hintern zieht. Die Oberschenkel schmerzen und brennen. Um diesen Beschwerden, hervorgerufen durch Überanstrengungen der Muskeln, zu mildern, ist Magnesium ein bekanntes und oft empfohlenes Mittel.

Seit langem ist bekannt, dass das Mineral eine hohe Aufgabe an den Muskeln hat. Doch lässt sich damit Muskelkater effektiv therapieren und vorbeugen?

 

Magnesium gegen Muskelkater

Magnesium gegen Muskelkater Copyright: © drubig-photo – Fotolia.com

Warum soll Magnesium gegen Muskelkater helfen?

Das Mineral Magnesium ist enorm wichtig, geht es um die Regeneration von Muskelgewebe. Bereits beim Sport oder anderen Anstrengungen wird Magnesium aus den Körperspeichern abgegeben, um seinen Dienst zu erfüllen. Da es zur Regeneration dient, hielt sich lange die Annahme, dass Magnesium – besonders nach dem Sport – effektiv gegen die Schmerzen des Muskelkaters helfen soll.
Jedoch ist bis heute nicht klinisch erwiesen, ob dies tatsächlich der Fall ist oder die oftmals berichteten Linderungen nicht einem gewissen Placebo-Effekt unterliegen.

Magnesium gegen Muskelkater – Ein Ammenmärchen?

Betrachtet man die Entstehung und Ursache von Muskelkater, wird schnell klar, dass eine einmalige Einnahme von Magnesium nicht helfen kann. Die Schmerzen nach Überanstrengung oder ungwohnter Aktivität sind auf mikrofeine Risse in der Muskulatur zurückzuführen. Diese winzigen Verletzungen können zumeist innerhalb von einem Tag durch die Heilungsprozesse des eigenen Körpers repariert werden. Aber solange sie bestehen existiert auch der entsprechende Schmerzreiz. Eine einfache Einnahme von Magnesium kann da wenig bewirken. Weder kann das Mineral aktiv Schmerzen lindern, noch Wunder vollbringen. Es unterstützt die Regeneration, mehr aber auch nicht.

Dennoch ist Magnesium, vor allem für Sportler, ein wirksames und sinnvolles Supplement. Wird es in ausreichender Dosis über langen Zeitraum eingenommen, kann es tatsächlich die Symptomatik des Muskelkaters mildern. Denn Magnesium wirkt an den Nerven der Muskulatur und regt dabei die Regeneration an. Zusätzlich wird der Körper dahingehend stimuliert, den Muskeln ein Optimum an Nährstoffen zukommen zu lassen.
So kann eine stetige Einnahme von Magnesium gegen Muskelkater tatsächlich helfen.

Wieviel Magnesium muss eingenommen werden und wie lange?

Magnesium als essentielles Mineral sollte mit etwa 350mg täglich konsumiert werden. Als Sportler ist der Bedarf entsprechend höher. Dabei können keine pauschalen Werte gegeben werden, weil sich die individuelle Dosis sowohl an der Sportart als auch am Trainingszustand orientiert. Um einen guten Richtwert der persönlichen Supplementierung zu erhalten sollte diesbezüglich immer ein Arzt zu Rate gezogen werden.
Wie bereits erwähnt kann durch eine einmalige Einnahme kein Resultat erwartet werden. Die zusätzlich Aufnahme sollte daher mehrere Wochen betragen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann die persönliche tägliche Dosis einfach als Gewohnheit in seinen täglichen Ablauf integrieren. Magnesium gegen Muskelkater kann dabei einfach und ohne großen Aufwand über diverse am Markt erhältliche Mittel stattfinden. Brausetabletten oder Dragees sind übliche Darreichungsformen.

Kann man die Magnesiumaufnahme auch über Nahrung steigern?

Hier kann ein klares Ja gegeben werden. Besonders Menschen, die nicht täglich sporteln oder übermäßig aktiv sind, können ein Plus an Magnesium auch über Lebensmittel erreichen.
Hier eine kleine Liste besonders magnesiumreicher Nahrungsmittel:

  • Sonnenblumenkerne
  • Kakao
  • Leinsamen
  • Weizenkeime
  • Naturreis
  • Vollkornnudeln aus Hartweizen (ohne Ei)
  • Müsli mit Nüssen
  • Zartbitterschokolade

Magnesium gegen Muskelkater kann so auch optimal über ein nahrhaftes Frühstück zugeführt werden. Im Allgemeinen kann gesagt werden: möchte man Magnesium aufnehmen, sollte man sich an Nahrungsmittel halten, aus denen gewöhnlich noch etwas wächst. Also Sprossen, Keime, Nüsse und Kerne. Sie alle liefern eine gesunde und gute Basis, schmecken und enthalten bis zu 420mg Magnesium pro 100g (Sonnenblumenkerne).

Gibt es neben Muskelkater Anzeichen für eine Unterversorgung mit Magnesium?

Neben dem deutlich spürbaren Muskelkater macht sich Magnesiummangel auch im Alltag bemerkbar und kann sich auf vielen Gebieten auswirken. Typisch für eine Unterversorgung sind:

Magnesium – viel hilft viel?

Setzt man Magnesium gegen Muskelkater ein, kann man leicht dazu neigen, die Dosis extrem zu erhöhen, um möglichst viel Effekt zu haben. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Kann der Körper auch ein Zuviel an Magnesium tolerieren, kann es bei permanenter Überversorgung ebenfalls zu Komplikationen kommen. Diese sind:

  • körperlicher Leistungsabfall
  • Schlaffheit
  • niedriger Blutdruck
  • über sehr lange Zeit: Erschlaffung der Atemmuskulatur bishin zum Atemstillstand

Daher sollte man auch beim Supplementieren von Magnesium gegen Muskelkater nicht übertreiben. Die Folgen einer Überdosierung sind nicht weniger schädlich als eine Unterversorgung.

Magnesium gegen Muskelkater – lieber natürlich oder doch Tabletten?

Besonders bei einem sehr hohen Bedarf an Magnesium, können Tabletten – besonders trinkbare Brausevarianten – eine optimale Alternative zur Aufnahme über die Nahrung sein.
Denn Lebensmittel, die viel Magnesium enthalten, weisen oft auch ein hohes Maß an Fett auf. Ist dieses zwar pflanzlich und ebenfalls notwendig für den Körper, kann es sich kontraproduktiv auf die individuellen Ziele auswirken.
Treibt man Sport um Abzunehmen und will Magnesium gegen Muskelkater einnehmen ist eher eine Supplementierung mittels Tablette anzuraten.

Möchte man hingegen einfach nur das Mineral in seiner empfohlenen Mindestmenge aufnehmen oder ein klein wenig mehr, ist es nicht nötig sich Präparate zuzulegen. Hier kann ein selbst gemischtes Müsli mit Nüssen und Kernen genauso viel bringen.

Abschließend sei zu sagen, dass Magnesium gegen Muskelkater kein Wundermittel darstellt. Es kann ihn nicht verhindern oder therapieren. Jedoch kann das Mineral bei der Regeneration aktiv unterstützen und die Nährstoffversorgung bei häufiger Belastung verbessern. Dies wiederum kann tatsächlich zu einem geringeren Schmerzmaß beim nächsten Muskelkater führen.
Möchte man ihn jedoch möglichst vermeiden gilt nur eines: Nicht übertreiben. Keine Magnesiummenge kann eine Überlastung kompensieren. Manchmal ist, vor allem zu Beginn, weniger mehr.


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