Diabetes und Magnesiummangel

Magnesiummangel und Diabetes

Die Behandlung von Diabetes ist unmittelbar an die Einnahme von Magnesium gebunden. So besteht zwischen Magnesium und Diabetes eine Wechselwirkung, die wir im Folgenden genauer erläutern. Es wäre fatal, nur von einer zu süßen und einseitigen Ernährung und mangelhaften Bewegung auszugehen.

Denn in den meisten Fällen ist zu wenig Magnesium eine der Ursachen, unter der Diabetiker leiden.

Magnesium und Diabetes

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Diabetes und Magnesiummangel – Das Wichtigste auf einen Blick:

  • viele Patienten leiden unter einem Mangel von Magnesium und Diabetes
  • zusätzliche Magnesiumzufuhr fördert die Behandlung und durchbricht Kreislauf
  • Verzehr magnesiumshaltiger Lebensmittel
  • verstärkte Ausscheidung von Magnesium über die Nieren als Hauptgrund für Mangel
  • potenzielles Defizits von Arzt bestimmen lassen, um entgegenzuwirken

 

Der Zusammenhang zwischen Magnesium und Diabetes

Scheinbar besteht zwischen Magnesium und Diabetes ein offensichtlicher Zusammenhang. Studien gehen davon aus, dass der Magnesiummangel gar nicht so selten ist und hierzulande als äußerst verbreitet gilt. Eine Studie an der Universität Stuttgart hat 5500 Diabetiker untersucht und konnte feststellen, dass allein 89 % aller Patienten, die auf Insulin angewiesen sind, auch unter einem Magnesiummangel litten.

Ein Defizit von Magnesium soll also die Entstehung von Diabetes begünstigen. Aber auch für Diabetiker kann der Magnesiummangel schwere Folgen haben und die Blutgefäße und die Herzgefäße nachhaltig schädigen. Bleibt dieses Defizit unbehandelt, würde es auch der Genesung der betroffenen Patienten entgegenwirken.

 

Die meisten Diabetiker leiden unter Magnesiummangel

Eine der größten Studien hat insgesamt 130.000 Teilnehmer untersucht. Sie kam zu überraschenden Ergebnissen: Menschen, die über ihre Ernährung wenig Magnesium aufnahmen, neigten deutlich häufiger dazu, an Diabetes zu erkranken. Im Gegenzug dazu steigt die Gefahr bei Diabetes-Patienten durch einen weiterführenden Magnesiummangel Erkrankungen der Netzhaut und Nierenschäden davonzutragen.

Gleichsam ist die Konzentration der Entzündungsproteine CPR parallel zum Magnesiummangel angestiegen. Die Erhöhung dieser Werte lässt die Risiken steigen für Gefäßerkrankungen, Schlaganfälle und Herzinfarkte. Viele der Patienten mit zu hohen CPR Werten hatten auch zu wenig Magnesium aufgenommen. Diese Untersuchungen belegen also, dass der Zusammenhang zwischen Magnesium und Diabetes nicht mehr von der Hand zu weisen ist.

 

Ursachen für einen Mangel von Magnesium und Diabetes

Eine der Hauptursachen geht zurück auf eine magnesiumsarme Ernährung. Dabei weisen Lebensmittel, wie Erbsen, Meeresgemüse, Quinoa, Kürbiskerne und Bio Blattgemüse, einen sehr hohen Magnesiumanteil auf. Es wäre also ohne weiteres möglich, dass Reservoire einzig und allein aus den Lebensmitteln heraus zu decken. Andererseits verspeisen Menschen mit einem Magnesiummangel oftmals auch magnesiumsarme Lebensmittel und Nahrung, die den eigenen Magnesiumhaushalt nochmals nach unten setzt. Gerade Lebensmittel, für die der Körper Magnesium für die Entgiftung braucht, wirken diesem Zustand entgegen.

Merksatz zu Magnesium und Diabetes: Entwickelt sich bei einem Menschen Diabetes, gehen die Magnesiumvorräte schneller zur Neige. Diabetiker benötigen nämlich vergleichsweise mehr Mineralien als Menschen, die nicht unter Diabetes leiden. Zudem scheiden die Nieren in diesem Fall noch mehr Magnesium aus.

 

Kreislauf: Magnesium und Diabetes im Teufelskreis

Erst wenn ein entsprechend hoher Magnesiumspiegel im Blut ausgewiesen ist, kann der Körper genügend Insulin ausschütten. Bei einem Defizit ist die Bauchspeicheldrüse nur in der Lage, eingeschränkt zu erarbeiten. Magnesium sorgt nämlich dafür, Glukose als Insulin aus dem Blut heraus zu nehmen und zu den Zellen zu transportieren. Fehlt dem Körper Magnesium, ist es der Glukose nicht mehr möglich, in die Zellen einzudringen.

Es kann sich mit der Zeit eine Form der Insulinresistenz entwickeln. Zur gleichen Zeit fordern die Zellen Glukose an, da der Bedarf nicht mehr gestellt werden kann. Die Bauchspeicheldrüse reagiert darauf und produziert immer mehr Insulin. Das Ganze geht so weit, bis eine Erschöpfung der Zellen in der Bauchspeicheldrüse einsetzt, da sie unentwegt mit der Produktion von Insulin beschäftigt waren. Die Patienten sind darauf angewiesen, Insulin zu spritzen. Dieser Kreislauf lässt sich bis zu einem gewissen Grad unterbrechen, wenn Diabetes Patienten Magnesium aufnehmen, um den erhöhten Gehalt zu decken.

 

Was sollten Diabetiker bei Magnesiummangel tun?

Gerade Typ 2 Diabetikern ist geraten, auf eine ausreichende Versorgung mit Magnesium zu achten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Frauen ab einem Alter von 25 Jahren eine Zufuhr von 300 mg. Männer benötigen 350 mg am Tag. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Magnesiumpräparaten, die eine ausreichende Zufuhr sicherstellen.

Einige Studien zu Diabetes und Magnesium raten sogar bei den Diabetikern, die Magnesiumwerte zusätzlich bestimmen zu lassen, um ein Defizit frühestmöglich festzustellen. Eines der häufigsten Anzeichen für einen bereits bestehenden Mangel an Magnesium sind Wadenkrämpfe und Lidzucken. Hier ist es nicht ratsam, allein herumzudoktern, sondern unbedingt mit dem behandelnden Arzt zu sprechen und sich gründlich untersuchen zu lassen.

Zu guter letzt gilt: Wer von Anfang an auf einen ausgeglichenen Magnesiumhaushalt achtet, der verringert das Risiko, einmal später an Diabetes zu erkranken. Einzig und allein unsere Lebensführung kann uns ein gewisses Maß an Sicherheit gewährleisten, um ein stabiles Verhältnis von Magnesium in unserem Körper auf Dauer sicherzustellen.


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