Magnesiummangel Schlafstörungen

Schlechter Schlaf durch Magnesiummangel

Schlafen ist ein körperliches Grundbedürfnis. Im Schlaf werden diverse Reparaturen durchgeführt und die Eindrücke des Tages verwertet. Ist der Schlaf gestört kommt es zu zahlreichen Folgen. Man ist müde, schlapp, reizbar bishin zu dibiosen Schmerzen ohne klinisch nachweisbaren Ursprung oder psychischen Defiziten.

Magnesiummangel kann eine Schlafstörung begünstigen und sollte daher vermieden werden.

 

Magnesiummangel Schlafstörungen

Magnesiummangel Schlafstörungen Copyright: © Sven Vietense – Fotolia.com

Wann ist eine Schlafstörung wirklich eine Störung?

Nächtliches Aufwachen ist an sich keine wirkliche Störung im gesunden Schlafrhythmus. Kurze Wachphasen – die nächtlich nicht einmal bemerkt werden – sind harmlos und führen zu keinerlei Beeinträchtigung. Braucht man jedoch sehr lange zum Einschlafen und leidet unter dem Nicht-Durchschlafen handelt es sich um eine wirkliche Schlafstörung. Magnesiummangel kann zu Schlafstörung führen oder den bereits bestehenden Zustand zusätzlich intensivieren. Daher ist oftmals eine therapeutische Gabe des Minerals bei bestehender Symptomatik empfohlen.

Was tut Magnesium für ein gesundes Schlafverhalten?

Magnesium ist ein Mineral welches für die Reizüberleitung zwischen Muskeln und Nerven verantwortlich ist. Funktioniert die Überleitung störungsfrei kann sich der Körper optimal entspannen, Ruhe finden und das Ein- und Durchschlafen wird einfacher. Besteht Magnesiummangel ist eine Schlafstörung eine häufige Folge. Der Körper scheint auch im Ruhezustand unter Strom zu stehen, man findet keine wirkliche Ruhe. Innere Unruhe, Hibbeligkeit und fahrige Gedanken begünstigen die Symptomatik des gestörten Schlafverhaltens.

Dabei steht Magnesiummangel und Schlafstörung in einem Wechselspiel, dass schnell zu einer Symptomspirale führen kann. Fehlendes Magnesium führt zu schlechtem Schlaf. Schlechter Schlaf wiederum sorgt schnell für Gereiztheit, Verspannungen und Stress. Dies wiederum begünstigt Krämpfe und kann durch einen Mehrbedarf an Magnesium den Mangel verstärken.

Woran kann man erkennen das Magnesiummangel als Ursache für Schlafstörung in Frage kommt?

Sind Schlafstörungen vorhanden weisen bestimmte, eher atypische Verhaltensweisen, auf einen möglichen Mangel an Magnesium hin. So fühlen sich Betroffenen zwar schlapp., ausgelaugt und dauermatt. Zugleich jedoch scheinen sie stetig unruhig zu sein und scheinen besonders schnell zu überreizen. Sehr häufig ist zudem zu beobachten, dass bei eintretender körperlicher Ruhe die Gefahr um einen Muskelkrampf erhöht ist. Ist dies der Fall sollte eine Abklärung mittels Blutbild vom Arzt angestrebt werden.
Bestätigt sich der Verdacht des Magnesiummangels können entsprechende therapeutische Mittel eingeleitet werden.

Besser Schlafen mit vollem Speicher

Ist Magnesiummangel Ursache der Schlafstörung gilt vor allem eines: Die Speicher des Körpers wieder füllen.
Dies gelingt zum Einen über entsprechende Ernährung mit magnesiumreichen Lebensmitteln. Diese sind:

  • Hülsenfrüchte
  • Samen
  • Nüsse
  • Haferflocken
  • Gemüse

Um den Symptomen der Schlaflosigkeit bzw. des Schlafmangels schneller und effektiver entgegenzuwirken, kann Magnesium auch am Abend supplementiert werden. Nimmt man Tabletten als Nahrungsergänzung ein sollte man dabei auf hochwertige Präparate achten. Meist sind diese ein Mehrfachsupplement. Dies bedeutet es liefert neben Magnesium auch andere essentielle Minerale wie Kalzium und Zink. Diese Minerale stehen sehr oft in Verbindung und treten bei Mangelerscheinungen zusammen auf.

 

 

Schlafstörungen ganzheitlich beheben

Auch wenn Magnesiummangel eine Schlafstörung begünstigen oder hervorrufen kann, ist es nicht als alleiniges Allheilmittel zu betrachten. Die Supplementierung bzw. die Umstellung der Ernährung zu vollwertiger und gesunder Kost können die Störung des Schlafs verbessern. Oftmals reichen diese Hilfen aber nicht aus.
Schlafstörungen können vielfältige Ursachen haben. Eine Hauptursache bildet hierbei der Faktor Stress.

Stress selbst fördert sowohl die Entstehung eines Magnesiummangel als auch einer Schlafstörung. Daher bildet diese Ursache einen wichtigen Ansatzpunkt, möchte man wieder richtig durchschlafen.

Um Stress entgegenzuwirken spielt neben der gesunden Ernährung, die wiederum zu einer optimalen Magnesiumversorgung führt, auch die Lebensgewohnheiten eine wichtige Rolle. So können entspannende Techniken wie Meditation, Muskelrelaxion oder Yoga zu deutlichen Verbesserungen führen. Gleiches gilt für ein gesundes Maß an Sport. Hierbei sollte jedoch ein eventuell entstehender Mehrbedarf an Magnesium berücksichtigt werden – die Tagesdosis muss entsprechend angepasst werden.

So können weitere Hilfen ein gesundes Schlafverhalten fördern.

Bereits kleine Veränderungen im eigenen Verhalten und Alltag können viel bewirken. So sollten sämtliche Störungen im Schlafzimmer möglichst vermieden werden. Dies bedeutet: kein TV-Gerät, kein Radio, kein stetig piependes oder blinkendes Handy auf dem Nachttisch. Des weiteren sollte die Umgebung bestmöglich abgedunkelt werden.
Wurde das Schlafzimmer farblich gestaltet sollten die Töne im Bereich Blau liegen. Dies wirkt entspannend und beruhigend.

Doch auch vorm Schlafengehen können kleine Änderungen der Abendroutine zum Erfolg führen. Entspannende Bäder, Aromaöle oder einfach eine beruhigende Tasse Tee, können den Feierabend nach einem stressreichen Tag optimal einleiten.
Wird dann in dieser ruhigen Phase entsprechende Supplementierung betrieben, um dem Magnesiummangel und Schlafstörung vorzubeugen, ist man rundum versorgt und der Körper ideal auf einen ruhigen Schlaf vorbereitet.

Besonders kritisch: Depressionen und Magnesiummangel

Neben der bereits erwähnten Wirkung auf diverse Körperprozesse die zur Entspannung führen, ist Magnesium auch psychoaktiv. So konnte bereits mehrfach ein Zusammenhang zwischen einem Mineralmangel und der schwere depressiver Symptome festgestellt werden.
Dabei können Depressionen durch Magnesiummangel eine Schlafstörung begünstigen.
Auch hier kommt es zu einer Wechselwirkung der entspechenden Symptome. Führen Depressionen zwar zu Antriebslosigkeit und Müdigkeit, fühlen sich Betroffene zugleich einer stetigen Unruhe ausgesetzt, weisen Stresssymptome auf und ernähren sich mit stetigem Krankheitsverlauf mangelhaft. Dadurch wird ein Magnesiummangel verstärkt, der sich wiederum auf Psyche und Schlafverhalten auswirkt.

Müdigkeit und Schlappheit sowie Mangel an Antrieb werden verstärkt, die schlafstörenden Symptome Unruhe, Stress und Reizbarkeit jedoch verstärkt. Dies führt zu einem stetigen Kreislauf bei dem sich alle Symptome gegenseitig verstärken.

Deshalb sollte Magnesiummangel bei einer Schlafstörung und Depression gleichermaßen supplementiert werden. Da es aufgrund der depressiven Phase oftmals nicht möglich scheint, eine gesunde Ernährung ausgelegt auf den Mineralmangel durchzuführen, kann hier auch auf medikamentöse Gabe ausgewichen werden.

Dies kann zu einer raschen Behebung des Magnesiummangel führen. Schlafstörungen verbessern sich, der Körper kommt zur Ruhe und die dadurch entstehende Entspannung kann sich auch positiv auf die Psyche auswirken.


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